Hilfskomitee der Galiziendeutschen.

 

Multiplikatorenreise durch Deutschland

Durch die Kontakte zu den Ukrainern in den Dörfern, den Schulen und den Universitäten erkannten die Mitglieder des Hilfskomitees, daß die Geschichte der Galiziendeutschen in der Geschichtsschreibung der SU völlig ignoriert wurde – es war vielfach nicht mehr bekannt, daß bis 1939 rd. 60.000 Deutsche in Ostgalizien lebten, deren Vorfahren nach 1782 eingewandert waren – und das aktuelle Deutschlandbild sehr einseitig war. So wurde in Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft Weichsel-Warthe der Plan ausgearbeitet, jährlich einmal eine Gruppe von Germanistik-Professoren, Deutschlehrern, Germanistik-Studenten, Vertreter von Kommunen, der Ärzteschaft, der Gewerkschaft, der Kirchen und auch Vertreter der heutigen „Deutschen Gesellschaften“ – Nachfahren der Rußlanddeutschen aus dem Wolgagebiet, die sich jetzt in der West-Ukraine angesiedelt haben und wieder die deutsche Kultur pflegen – zu einer Studienfahrt nach Deutschland einzuladen.

So konnten wir bereits 7 Reisen organisieren, die zur Vertiefung der Völkerfreundschaft zwischen der Ukraine und Deutschland jeweils 25 Delegierte (+ 2 Fahrer) als Gäste des Hilfskomitees und der Landsmannschaft Weichsel-Warthe nach Deutschland kommen konnten. Die Betreuung erfolgte durch Mitglieder des Hilfskomitees. Neben einem umfangreichen Besuchsprogramm wurden den Gästen Vorträge zur Geschichte der Galiziendeutschen und zur Geschichte Deutschlands und der Bundesrepublik gehalten.

Durch den Ausfall der finanziellen Unterstützung seitens des BMI mußten die Einladungen in den Jahren 2002 und 2003 entfallen. Im Herbst 2004 konnte wieder eine Begegnung mit 18 Delegierten (und zwei Fahrern) durchgeführt werden.